

Wald & Hund Geflüster


Wald & Hund Geflüster


Wald & Hund Geflüster

von Jennifer Holst
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11. Februar 2026
Hand aufs Herz: Wir haben die endlose Auswahl – TikTok, Instagram, Facebook, YouTube, Threads und wie sie alle noch heißen. Und gefühlt gilt immer noch das Gesetz: Wer nicht überall präsent ist, der geht schnell unter. Ich habe mich an dem Teilen von Videos bei YouTube und dem Beitragsaufbau bei Instagram und Facebook versucht. Aber ganz ehrlich? Das kostet mich viel zu viel Zeit und Energie. Wenn du auf meinen Profilen landest, wirst du genau eins suchen: diesen ständigen Content-Strom. Kein durchgetakteter Redaktionsplan, keine täglichen Trainings-Reels, kein inszeniertes "Hey Leute"-Gezampel. Das hat keine dramatischen Hintergründe. Es passt einfach absolut nicht zu mir, meiner Arbeitsweise und dem, wie ich mit Hunden und Menschen arbeiten möchte. 1. Ich muss nicht mehr jeden Trainingsschritt für die Kamera festhalten Klar, es ist verlockend, jeden kleinen Fortschritt im Training oder jede süße Welpenszene sofort zu filmen. Aber mal ganz ehrlich: Wenn man beim Training ständig den Blickwinkel im Kopf hat „Kann man das jetzt als Reel verwursten?“, fängt man an, das eigentliche Geschehen durch einen Filter zu sehen. Echtes Hundetraining ist oft unspektakulär, voller Geduld, kleiner Rückschritte und leiser Zwischentöne. Es braucht Konzentration und Timing – beides leidet, wenn man nebenbei noch die Kamera ausrichten muss. Manches ist einfach wertvoll, weil es im echten Moment zwischen Mensch und Hund passiert, ganz ohne Publikum. 2. Ich stehe lieber auf dem Platz als am Spielfeldrand Es gibt im Bereich Social Media viele, die den ganzen Tag lang über Hundeerziehung reden, analysieren und sich online als Experten feiern. Und es gibt die Trainer, die einfach draußen auf dem Platz stehen und arbeiten. Ich gehöre vom Typ her klar zu denen, die sich die Hände schmutzig machen wollen. Der Fokus liegt auf dem Hund: Die Zeit und Energie, die man in die ständige Aufbereitung, den Videoschnitt und die Inszenierung von Trainingserfolgen stecken muss, fehlt am Ende genau dort, wo sie gebraucht wird – beim Kunden, beim Hund und bei der eigenen Weiterbildung. Prioritäten setzen: Meine Kapazitäten als Trainer sind endlich. Wenn ich meine Energie reinstecke, dann lieber in passgenaue Trainingskonzepte für die Mensch-Hund-Teams vor Ort, anstatt parallel noch an der perfekten Online-Präsentation zu feilen. 3. Taten – und echte Hunde – sprechen lauter als 15-Sekunden-Videos Die Social-Media-Welt lebt von schnellen Versprechen und polierten Erfolgsgeschichten. Aber in der echten Hundeerziehung gibt es keine Abkürzungen. Da zählen keine viralen 15-Sekunden-Clips, in denen ein Problemhund scheinbar magisch geheilt wurde. Es zählen Nachhaltigkeit, Beziehungsaufbau, Fairness und das, was nach Wochen im Alltag wirklich ankommt. Mir ist es tausendmal lieber, wenn meine Arbeit durch zufriedene Mensch-Hund-Teams spricht, die im Alltag entspannt unterwegs sind, statt durch eine hübsch zusammengeschnittene Videocollage. 4. Der echte Umgang mit Menschen (und Hunden) ist mir wichtiger Der Algorithmus will Frequenz: Wer als Trainer sichtbar sein will, muss liken, kommentieren, Trends mitmachen und gefühlt rund um die Uhr im digitalen Austausch sein. Das kostet nicht nur Zeit, sondern vor allem echte Aufmerksamkeit. Und die schenke ich lieber den Teams, die vor mir stehen: Ein intensives, ehrliches Gespräch auf dem Trainingsplatz ist mir meilenweit lieber als der x-te digitale Kommentarwechsel unter einem Post. Wenn ich ein Mensch-Hund-Team analysiere, muss ich zu 100 % da sein, Körpersprache lesen und fein beobachten – da passt kein Smartphone in die Hand. Echte Fortschritte im Dummytraining oder im Grundgehorsam entstehen durch echte Nähe, Ruhe und konzentriertes Miteinander, nicht durch Followerzahlen. 5. Der spürbare Aufwand für ein Video steht in keinem Verhältnis Wer schon mal versucht hat, ein vernünftiges Trainingsvideo zu drehen, weiß, wie viel Arbeit das ist: Kamera aufstellen, Hund im Blick behalten, hoffen, dass genau jetzt die Übung klappt (was sie natürlich nicht tut), zu Hause stundenlang schneiden, nach passender Musik suchen, Untertitel reinfrickeln und eine Caption schreiben, die den Algorithmus füttert. Am Ende investierst du Stunden in ein Format, das nach ein paar Stunden im schnellen Feed untergeht. Dieses Aufwand-Nutzen-Verhältnis passt für mich vorne und hinten nicht. Die Zeit verbringe ich dann doch lieber damit, mir neue Trainingsaufgaben zu überlegen, Fachliteratur zu wälzen oder einfach mal den Kopf freizubekommen. Warum dann überhaupt dieser Blog? Heißt das jetzt, man hört gar nichts mehr von mir als Trainer? Nö. Wenn ich das Bedürfnis habe, tiefer in ein Thema einzutauchen – sei es zum Thema Auslastung, dem Aufbau einer sauberen Dummy-Markierung oder grundsätzlichen Gedanken zur Hundeerziehung –, dann mache ich das hier – in meinem Blog. Hier ist die Welt noch ein bisschen in Ordnung: Keine Hektik: Gedanken brauchen Platz und lassen sich eben nicht in ein 30-Sekunden-Video quetschen. Bleibender Wert: Ein guter Text über Trainingsstrukturen bleibt auffindbar und verstaubt nicht im Story-Archiv. Freiwilligkeit: Wer hier liest, tut das ganz bewusst, weil er tiefer eintauchen will. Ein paar lockere Gedanken für den eigenen Weg (oder als Trainer) Wer als Hundehalter merkt, dass ihm das ganze Online-Vergleichs-Gedöns zu viel wird (und man sich von perfekten Social-Media-Hunden ständig unter Druck setzen lässt): Man muss nicht jeden Trend mitmachen. Manchmal tut es gut, das Handy einfach mal wegzulassen. Einfach mal den eigenen Hund anschauen: Statt zu gucken, was andere Trainer posten, schau lieber auf deinen eigenen Hund. Der braucht kein Publikum, sondern dich. Fokus auf den Platz, nicht auf den Screen: Fortschritte beim Dummytraining oder im Gehorsam passieren im echten Leben, wenn man konzentriert dranbleibt – ganz ohne Kamera. Vergleich stoppen: Die meisten Videos zeigen nur den perfekten Ausschnitt nach dem zehnten Versuch. Lass dich davon nicht entmutigen. Am Ende geht es darum, ein starkes Team mit deinem Hund zu werden – ganz ohne den Druck, das Ganze für das Internet inszenieren zu müssen.

von Jennifer Holst
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16. Juli 2022
Ich bin ein Hund. Ich habe eine Aufgabe.
Ich bin ein Malinois:
Ich glänze in allen Disziplinen und habe einen hohen Arbeitswillen.
Heute soll ich mich den ganzen Tag auf dem Sofa entspannen.
Ich bin ein Akita:
Meine Vorfahren wurden ausgewählt, um mit anderen Hunden zu kämpfen.
Heute erwartet man von mir, dass ich tolerant gegenüber sämtlichen Artgenossen soll. Wenn mir das nicht behagt und ich aggressiv werde, bin ich schuld.

von Jennifer Holst
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9. Juli 2022
Der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, ist in Deutschland omnipräsent, kann aber eine echte Gefahr für Hunde sein.
Allein die Berührung mit ihr reicht – in Verbindung mit Sonnenlicht kann es daraufhin zu einer phototoxischen Reaktion der Haut kommen. Dies beginnt mit brennenden, juckenden Rötungen und führt nach kurzer Zeit zu Blasenbildung, Entzündung und Verätzungen mit langanhaltenden Folgen.

von Jennifer Holst
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15. Juni 2022
Extrem heiße Phasen im Frühjahr und Sommer sind In den letzten Jahren immer häufiger der Fall.
Nicht nur uns Menschen macht das zu schaffen, auch unsere Vierbeiner leiden darunter. Aufgrund von anatomischen Besonderheiten manche Rassen sogar mehr.
Da uns ein heißes Wochenende bevorsteht, hier nochmal ein paar Tipps, um dem Hund diese Tage möglichst angenehm zu gestalten

von Jennifer Holst
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28. März 2022
Der Sommer rückt näher und es kommt leider immer wieder vor, dass ein Hund im Auto zwischen geparkt wird.
Grundsätzlich ist das kein Problem, wenn der Hund mit der Situation umgehen kann und die Temperatur im Wagen nicht über ein kritisches Maß steigt.
Entscheidend hierfür ist der Standort (direkte Sonneneinstrahlung oder Schatten), sowie ist die Außentemperatur und die Verweildauer im Auto. Die letzten beiden Faktoren stehen in unmittelbaren Zusammenhang zueinander.
In der folgenden Tabelle ist gut nachzulesen, worauf man achten sollte:

von Jennifer Holst
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10. Oktober 2021
Die Gedanken an die Retriever Rassen lösen bei Hundehaltern eine ganze Reihe oft widersprüchlicher Eindrücke und Erwartungen aus. Während die einen, vorwiegend jagdlich Interessierten an sehr gut arbeitende Apportierhunde denken, die schon bei kleinsten Hinweisen und Handzeichen zielsicher die Beute beziehungsweise das Dummy aus dem dichtesten Gestrüpp holen, denken andere an gut arbeitende Behindertenbegleithunde, die ihrem menschlichen Partner im Alltag in vielerlei Weise das Leben erleichtern.

von Jennifer Holst
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2. September 2021
Dies ist ein Röntgenbild eines 2 Wochen alten Welpen.
Schauen Sie sich an, wie weit die Knochen wachsen müssen, bevor sie zu einem richtigen Knochengelenk werden! Aus diesem Grund sollten Sie Welpen niemals springen, Treppen rauf/absteigen, zu viel Sport treiben oder trainieren lassen. Wenn man in jungen Jahren zu viel Impact-Aktivität ausführt, kann dies später im Leben oder sogar in jungen Jahren zu ernsthaften Problemen führen, da Hüftdysplasie und andere orthopädische Erkrankungen bei Welpen zunehmen!
Denken Sie daran, dass die Welpen Regel für jeden Monat die Aktivität um 5 Minuten erhöht!

von Jennifer Holst
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12. Juli 2021
Hundeführer klingt im ersten Augenblick sehr streng und herrisch, sind wir doch durch unsere Vergangenheit bei dem Begriff „Führer“ arg vorbelastet und negativ geprägt. Doch wenn wir uns den Sinn hinter diesem Wort einmal neutral vor Augen führen, wird schnell klar, dass er durchaus seine Berechtigung hat.
Ein Hundeführer ist eine Person, die sich zur Aufgabe gemacht hat, den Hund an seiner Seite zu führen oder netter ausgedrückt, zu leiten.
Führen bedeutet nicht, dass ich im Augenblick des Trainings die Kommandos übe. Ebenso bedeutet es nicht, dass ich beim Spaziergang den Hund an der Leine führe, Leinenführigkeit übe, oder in Momenten der aktiven Auseinandersetzung mit dem Hund meinen Willen durchsetze.
Führen hat im Zusammenspiel mit unserem Vierbeiner eine komplexe und vielschichte Bedeutung. Sie umfasst jeden Augenblick des Zusammenlebens.
von Jennifer Holst
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1. Juli 2021
"Du bist doch in der Ausbildung zum Hundetrainer, dann ist die Erziehung Deines Hundes doch ein Klacks".
So oder so ähnlich klingt es immer wieder mal, wenn man in einem Gespräch mit seinen Mitmenschen über die Hundeerziehung spricht.
Aber die Erziehung des eigenen Hundes und die Lerntheorie in der Ausbildung selbst sind 2 Paar Schuh. Nicht zuletzt, weil wir mit einem Lebewesen zusammenarbeiten und die emotionale Komponente eine große Rolle spielt.
Mein Start in die Hundehaltung war alles andere als ein Klacks und ich habe mit einigen Hindernissen gekämpft, die ich mir selbst in den Weg gestellt habe.

von Jennifer Holst
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25. Mai 2021
Darin enthalten ist, dass ab sofort die Anwendung von Stachelhalsbändern und anderen Schmerzreizen in der Erziehung von Hunden explizit verboten sind!
In Artikel 1 ist der Nummer 1 folgender Buchstabe c anzufügen:
„(5) Es ist verboten, bei der Ausbildung, bei der Erziehung oder beim Training von Hunden Stachelhalsbänder oder andere für die Hunde schmerzhafte Mittel zu verwenden.

von Jennifer Holst
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16. Mai 2021
Viele von uns nutzen gern das sog. Brustgeschirr. Gerade im Zusammenhang mit Leinenführigkeit ist es ein beliebtes Mittel, um nicht unnötig Druck auf den Hals auszuüben. Grundsätzlich ist jedes Geschirr gut, dass korrekt sitzt. Was dabei zu beachten ist, könnt ihr im Passformcheck auf dem letzten Bild nachlesen.

von Jennifer Holst
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16. Mai 2021
Jeder kennt im Bekanntenkreis einen oder mehrere Hunde, die an der Leine ziehen. Vielleicht ist es sogar der eigene Hund. Da hängt der Halter mit ausgestrecktem Arm und straffer Leine hinter dem Hund, der bestimmt wo es lang geht und in welchem Tempo. Einerseits ein amüsantes Bild, aber es ist weder für den Menschen, noch für den Hund ein entspannter Spaziergang.

von Jennifer Holst
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26. April 2021
Viele Hundebesitzer werden die Situation kennen, in der ein anderer Hundebesitzer mit seinem angeleinten Hund schon hysterisch von weitem ruft: „Bitte nehmen sie ihren Hund an die Leine“. Warum der andere Hund an der Leine ist und warum der Hundebesitzer nicht möchte, dass ein anderer Hund ihm zu Nahe kommt ist dabei nicht zu entschlüsseln.
Die „Gelbe Schleife“ an der Hundeleine, die anderen Hundebesitzern signalisieren soll, dass sie mit ihrem Hund Abstand halten sollen, ist momentan ein viel diskutiertes Thema unter Hundebesitzern und könnte auch aus der Entfernung, ohne zu Schreien, bereits ersichtlich machen, dass man von dem Hund an der Leine Abstand halten soll.

von Jennifer Holst
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11. Februar 2026
Hand aufs Herz: Wir haben die endlose Auswahl – TikTok, Instagram, Facebook, YouTube, Threads und wie sie alle noch heißen. Und gefühlt gilt immer noch das Gesetz: Wer nicht überall präsent ist, der geht schnell unter. Ich habe mich an dem Teilen von Videos bei YouTube und dem Beitragsaufbau bei Instagram und Facebook versucht. Aber ganz ehrlich? Das kostet mich viel zu viel Zeit und Energie. Wenn du auf meinen Profilen landest, wirst du genau eins suchen: diesen ständigen Content-Strom. Kein durchgetakteter Redaktionsplan, keine täglichen Trainings-Reels, kein inszeniertes "Hey Leute"-Gezampel. Das hat keine dramatischen Hintergründe. Es passt einfach absolut nicht zu mir, meiner Arbeitsweise und dem, wie ich mit Hunden und Menschen arbeiten möchte. 1. Ich muss nicht mehr jeden Trainingsschritt für die Kamera festhalten Klar, es ist verlockend, jeden kleinen Fortschritt im Training oder jede süße Welpenszene sofort zu filmen. Aber mal ganz ehrlich: Wenn man beim Training ständig den Blickwinkel im Kopf hat „Kann man das jetzt als Reel verwursten?“, fängt man an, das eigentliche Geschehen durch einen Filter zu sehen. Echtes Hundetraining ist oft unspektakulär, voller Geduld, kleiner Rückschritte und leiser Zwischentöne. Es braucht Konzentration und Timing – beides leidet, wenn man nebenbei noch die Kamera ausrichten muss. Manches ist einfach wertvoll, weil es im echten Moment zwischen Mensch und Hund passiert, ganz ohne Publikum. 2. Ich stehe lieber auf dem Platz als am Spielfeldrand Es gibt im Bereich Social Media viele, die den ganzen Tag lang über Hundeerziehung reden, analysieren und sich online als Experten feiern. Und es gibt die Trainer, die einfach draußen auf dem Platz stehen und arbeiten. Ich gehöre vom Typ her klar zu denen, die sich die Hände schmutzig machen wollen. Der Fokus liegt auf dem Hund: Die Zeit und Energie, die man in die ständige Aufbereitung, den Videoschnitt und die Inszenierung von Trainingserfolgen stecken muss, fehlt am Ende genau dort, wo sie gebraucht wird – beim Kunden, beim Hund und bei der eigenen Weiterbildung. Prioritäten setzen: Meine Kapazitäten als Trainer sind endlich. Wenn ich meine Energie reinstecke, dann lieber in passgenaue Trainingskonzepte für die Mensch-Hund-Teams vor Ort, anstatt parallel noch an der perfekten Online-Präsentation zu feilen. 3. Taten – und echte Hunde – sprechen lauter als 15-Sekunden-Videos Die Social-Media-Welt lebt von schnellen Versprechen und polierten Erfolgsgeschichten. Aber in der echten Hundeerziehung gibt es keine Abkürzungen. Da zählen keine viralen 15-Sekunden-Clips, in denen ein Problemhund scheinbar magisch geheilt wurde. Es zählen Nachhaltigkeit, Beziehungsaufbau, Fairness und das, was nach Wochen im Alltag wirklich ankommt. Mir ist es tausendmal lieber, wenn meine Arbeit durch zufriedene Mensch-Hund-Teams spricht, die im Alltag entspannt unterwegs sind, statt durch eine hübsch zusammengeschnittene Videocollage. 4. Der echte Umgang mit Menschen (und Hunden) ist mir wichtiger Der Algorithmus will Frequenz: Wer als Trainer sichtbar sein will, muss liken, kommentieren, Trends mitmachen und gefühlt rund um die Uhr im digitalen Austausch sein. Das kostet nicht nur Zeit, sondern vor allem echte Aufmerksamkeit. Und die schenke ich lieber den Teams, die vor mir stehen: Ein intensives, ehrliches Gespräch auf dem Trainingsplatz ist mir meilenweit lieber als der x-te digitale Kommentarwechsel unter einem Post. Wenn ich ein Mensch-Hund-Team analysiere, muss ich zu 100 % da sein, Körpersprache lesen und fein beobachten – da passt kein Smartphone in die Hand. Echte Fortschritte im Dummytraining oder im Grundgehorsam entstehen durch echte Nähe, Ruhe und konzentriertes Miteinander, nicht durch Followerzahlen. 5. Der spürbare Aufwand für ein Video steht in keinem Verhältnis Wer schon mal versucht hat, ein vernünftiges Trainingsvideo zu drehen, weiß, wie viel Arbeit das ist: Kamera aufstellen, Hund im Blick behalten, hoffen, dass genau jetzt die Übung klappt (was sie natürlich nicht tut), zu Hause stundenlang schneiden, nach passender Musik suchen, Untertitel reinfrickeln und eine Caption schreiben, die den Algorithmus füttert. Am Ende investierst du Stunden in ein Format, das nach ein paar Stunden im schnellen Feed untergeht. Dieses Aufwand-Nutzen-Verhältnis passt für mich vorne und hinten nicht. Die Zeit verbringe ich dann doch lieber damit, mir neue Trainingsaufgaben zu überlegen, Fachliteratur zu wälzen oder einfach mal den Kopf freizubekommen. Warum dann überhaupt dieser Blog? Heißt das jetzt, man hört gar nichts mehr von mir als Trainer? Nö. Wenn ich das Bedürfnis habe, tiefer in ein Thema einzutauchen – sei es zum Thema Auslastung, dem Aufbau einer sauberen Dummy-Markierung oder grundsätzlichen Gedanken zur Hundeerziehung –, dann mache ich das hier – in meinem Blog. Hier ist die Welt noch ein bisschen in Ordnung: Keine Hektik: Gedanken brauchen Platz und lassen sich eben nicht in ein 30-Sekunden-Video quetschen. Bleibender Wert: Ein guter Text über Trainingsstrukturen bleibt auffindbar und verstaubt nicht im Story-Archiv. Freiwilligkeit: Wer hier liest, tut das ganz bewusst, weil er tiefer eintauchen will. Ein paar lockere Gedanken für den eigenen Weg (oder als Trainer) Wer als Hundehalter merkt, dass ihm das ganze Online-Vergleichs-Gedöns zu viel wird (und man sich von perfekten Social-Media-Hunden ständig unter Druck setzen lässt): Man muss nicht jeden Trend mitmachen. Manchmal tut es gut, das Handy einfach mal wegzulassen. Einfach mal den eigenen Hund anschauen: Statt zu gucken, was andere Trainer posten, schau lieber auf deinen eigenen Hund. Der braucht kein Publikum, sondern dich. Fokus auf den Platz, nicht auf den Screen: Fortschritte beim Dummytraining oder im Gehorsam passieren im echten Leben, wenn man konzentriert dranbleibt – ganz ohne Kamera. Vergleich stoppen: Die meisten Videos zeigen nur den perfekten Ausschnitt nach dem zehnten Versuch. Lass dich davon nicht entmutigen. Am Ende geht es darum, ein starkes Team mit deinem Hund zu werden – ganz ohne den Druck, das Ganze für das Internet inszenieren zu müssen.

von Jennifer Holst
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16. Juli 2022
Ich bin ein Hund. Ich habe eine Aufgabe.
Ich bin ein Malinois:
Ich glänze in allen Disziplinen und habe einen hohen Arbeitswillen.
Heute soll ich mich den ganzen Tag auf dem Sofa entspannen.
Ich bin ein Akita:
Meine Vorfahren wurden ausgewählt, um mit anderen Hunden zu kämpfen.
Heute erwartet man von mir, dass ich tolerant gegenüber sämtlichen Artgenossen soll. Wenn mir das nicht behagt und ich aggressiv werde, bin ich schuld.

von Jennifer Holst
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9. Juli 2022
Der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, ist in Deutschland omnipräsent, kann aber eine echte Gefahr für Hunde sein.
Allein die Berührung mit ihr reicht – in Verbindung mit Sonnenlicht kann es daraufhin zu einer phototoxischen Reaktion der Haut kommen. Dies beginnt mit brennenden, juckenden Rötungen und führt nach kurzer Zeit zu Blasenbildung, Entzündung und Verätzungen mit langanhaltenden Folgen.

von Jennifer Holst
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15. Juni 2022
Extrem heiße Phasen im Frühjahr und Sommer sind In den letzten Jahren immer häufiger der Fall.
Nicht nur uns Menschen macht das zu schaffen, auch unsere Vierbeiner leiden darunter. Aufgrund von anatomischen Besonderheiten manche Rassen sogar mehr.
Da uns ein heißes Wochenende bevorsteht, hier nochmal ein paar Tipps, um dem Hund diese Tage möglichst angenehm zu gestalten

von Jennifer Holst
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28. März 2022
Der Sommer rückt näher und es kommt leider immer wieder vor, dass ein Hund im Auto zwischen geparkt wird.
Grundsätzlich ist das kein Problem, wenn der Hund mit der Situation umgehen kann und die Temperatur im Wagen nicht über ein kritisches Maß steigt.
Entscheidend hierfür ist der Standort (direkte Sonneneinstrahlung oder Schatten), sowie ist die Außentemperatur und die Verweildauer im Auto. Die letzten beiden Faktoren stehen in unmittelbaren Zusammenhang zueinander.
In der folgenden Tabelle ist gut nachzulesen, worauf man achten sollte:

von Jennifer Holst
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10. Oktober 2021
Die Gedanken an die Retriever Rassen lösen bei Hundehaltern eine ganze Reihe oft widersprüchlicher Eindrücke und Erwartungen aus. Während die einen, vorwiegend jagdlich Interessierten an sehr gut arbeitende Apportierhunde denken, die schon bei kleinsten Hinweisen und Handzeichen zielsicher die Beute beziehungsweise das Dummy aus dem dichtesten Gestrüpp holen, denken andere an gut arbeitende Behindertenbegleithunde, die ihrem menschlichen Partner im Alltag in vielerlei Weise das Leben erleichtern.

von Jennifer Holst
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2. September 2021
Dies ist ein Röntgenbild eines 2 Wochen alten Welpen.
Schauen Sie sich an, wie weit die Knochen wachsen müssen, bevor sie zu einem richtigen Knochengelenk werden! Aus diesem Grund sollten Sie Welpen niemals springen, Treppen rauf/absteigen, zu viel Sport treiben oder trainieren lassen. Wenn man in jungen Jahren zu viel Impact-Aktivität ausführt, kann dies später im Leben oder sogar in jungen Jahren zu ernsthaften Problemen führen, da Hüftdysplasie und andere orthopädische Erkrankungen bei Welpen zunehmen!
Denken Sie daran, dass die Welpen Regel für jeden Monat die Aktivität um 5 Minuten erhöht!

von Jennifer Holst
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12. Juli 2021
Hundeführer klingt im ersten Augenblick sehr streng und herrisch, sind wir doch durch unsere Vergangenheit bei dem Begriff „Führer“ arg vorbelastet und negativ geprägt. Doch wenn wir uns den Sinn hinter diesem Wort einmal neutral vor Augen führen, wird schnell klar, dass er durchaus seine Berechtigung hat.
Ein Hundeführer ist eine Person, die sich zur Aufgabe gemacht hat, den Hund an seiner Seite zu führen oder netter ausgedrückt, zu leiten.
Führen bedeutet nicht, dass ich im Augenblick des Trainings die Kommandos übe. Ebenso bedeutet es nicht, dass ich beim Spaziergang den Hund an der Leine führe, Leinenführigkeit übe, oder in Momenten der aktiven Auseinandersetzung mit dem Hund meinen Willen durchsetze.
Führen hat im Zusammenspiel mit unserem Vierbeiner eine komplexe und vielschichte Bedeutung. Sie umfasst jeden Augenblick des Zusammenlebens.
von Jennifer Holst
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1. Juli 2021
"Du bist doch in der Ausbildung zum Hundetrainer, dann ist die Erziehung Deines Hundes doch ein Klacks".
So oder so ähnlich klingt es immer wieder mal, wenn man in einem Gespräch mit seinen Mitmenschen über die Hundeerziehung spricht.
Aber die Erziehung des eigenen Hundes und die Lerntheorie in der Ausbildung selbst sind 2 Paar Schuh. Nicht zuletzt, weil wir mit einem Lebewesen zusammenarbeiten und die emotionale Komponente eine große Rolle spielt.
Mein Start in die Hundehaltung war alles andere als ein Klacks und ich habe mit einigen Hindernissen gekämpft, die ich mir selbst in den Weg gestellt habe.

von Jennifer Holst
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25. Mai 2021
Darin enthalten ist, dass ab sofort die Anwendung von Stachelhalsbändern und anderen Schmerzreizen in der Erziehung von Hunden explizit verboten sind!
In Artikel 1 ist der Nummer 1 folgender Buchstabe c anzufügen:
„(5) Es ist verboten, bei der Ausbildung, bei der Erziehung oder beim Training von Hunden Stachelhalsbänder oder andere für die Hunde schmerzhafte Mittel zu verwenden.

von Jennifer Holst
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16. Mai 2021
Viele von uns nutzen gern das sog. Brustgeschirr. Gerade im Zusammenhang mit Leinenführigkeit ist es ein beliebtes Mittel, um nicht unnötig Druck auf den Hals auszuüben. Grundsätzlich ist jedes Geschirr gut, dass korrekt sitzt. Was dabei zu beachten ist, könnt ihr im Passformcheck auf dem letzten Bild nachlesen.

von Jennifer Holst
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16. Mai 2021
Jeder kennt im Bekanntenkreis einen oder mehrere Hunde, die an der Leine ziehen. Vielleicht ist es sogar der eigene Hund. Da hängt der Halter mit ausgestrecktem Arm und straffer Leine hinter dem Hund, der bestimmt wo es lang geht und in welchem Tempo. Einerseits ein amüsantes Bild, aber es ist weder für den Menschen, noch für den Hund ein entspannter Spaziergang.

von Jennifer Holst
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26. April 2021
Viele Hundebesitzer werden die Situation kennen, in der ein anderer Hundebesitzer mit seinem angeleinten Hund schon hysterisch von weitem ruft: „Bitte nehmen sie ihren Hund an die Leine“. Warum der andere Hund an der Leine ist und warum der Hundebesitzer nicht möchte, dass ein anderer Hund ihm zu Nahe kommt ist dabei nicht zu entschlüsseln.
Die „Gelbe Schleife“ an der Hundeleine, die anderen Hundebesitzern signalisieren soll, dass sie mit ihrem Hund Abstand halten sollen, ist momentan ein viel diskutiertes Thema unter Hundebesitzern und könnte auch aus der Entfernung, ohne zu Schreien, bereits ersichtlich machen, dass man von dem Hund an der Leine Abstand halten soll.









