Rückblick der letzten Dummy Prüfung
Rückblick auf die letzte Dummyprüfung
Es gibt diese Tage, die sich anfühlen wie ein Schlag in die Magengrube. Man startet mit diesem seltenen, wirklich guten Gefühl – man ist vorbereitet, man hat die Hausaufgaben gemacht, man ist bereit. Und dann? Dann belehrt dich die Realität eines Besseren.
Es ist dieser Moment, in dem die wochenlange Vorbereitung einfach im Nichts verpufft. Man steht da und hat das Gefühl, dass man nicht nur heute gescheitert ist, sondern seit Jahren gegen dieselbe Wand rennt. Die Beulen werden mehr, aber die Wand bewegt sich keinen Millimeter.
Und dann bricht alles über einem zusammen. **Tränen, Enttäuschung, Frust und eine art Resignation** mischen sich zu einem Cocktail, den man am liebsten einfach nur wegschütten möchte.
Wir investieren so viel Herzblut, Zeit und Nerven in Ziele, die wir erreichen wollen. Und diese Beharrlichkeit wird oft belohnt, denn kontinuierliches Arbeiten auf einen Meilenstein ist das, was Erfolg ausmacht. Aber eben nicht immer.
Es gibt Ziele, die lassen sich nicht erzwingen. Egal, wie sehr man versucht neue Wege zu gehen, wie hart man arbeitet oder wie sehr man es will.
Akzeptanz ist ein verdammt bitteres Wort, wenn man eigentlich kämpfen will.
Aber ich entscheide zum Wohl meines Hundes und unserer Beziehung. Ich weiss was er kann und an Leistung erbringt.
Prüfungssituationen sind für ihn emotional nicht möglich und wenn sich der Fokus der Dummyarbeit nur noch auf das Problem verschiebt muss man sich fragen, ab wann man die Reissleine ziehen muss.
Ich ziehe sie jetzt.
Für Smudo und mich als Team.
Für spätere oder andere 4beinige Teampartner werden die Karten neu gemischt und ja: Prüfingen zu laufen ist eines meiner Ziele.
Aber zu einem guten Hundeführer gehört für mich auch zu erkennen, ab wann man an einen Punkt gerät, an dem man nicht auf Erfolge, sondern auf den Hund schaut.
Eure Jennifer Holst

